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Ermutigende Zeichen: Insolvenzen weiter rückläufig

Datum: 20.12.2010

Kurzbeschreibung: Die Wirtschaftskrise zeigt im Bezirk weniger tiefe Spuren

Der schon im Juni 2009 festgestellte Trend, dass im Bereich des Amtsgerichts Freiburg die Zahl der angemeldeten Insolvenzen rückläufig ist, hat sich bestätigt. Schon damals deutete diese Tendenz entgegen dem bundesweiten Durchschnitt, der im Zusammenhang mit der Wirtschaftskrise stand.

Konnte das Amtsgericht damals festhalten, dass im Zeitraum Januar bis Mai 2009 noch 200 Unternehmensinsolvenzen (Vergleichszeitraum 2008: 232) und 250 Verbraucherinsolvenzen (Vergleichszeitraum 2009: 255) beantragt wurden, so sind die Anmeldungen der Regelinsolvenzen im Zeitraum Januar bis November 2010 auf 446 (Vergleichszeitraum 2009: 457) und die der Verbraucherinsolvenzen auf 550 (Vergleichszeitraum 2009: 557) erneut geringfügig zurück gegangen.

„Der Umfang des Rückgangs der Unternehmensinsolvenzen entspricht der allgemeinen Entwicklung, aber im Bereich der Verbraucherinsolvenzen werden andernorts nach Pressemitteilungen sogar noch Rekordwerte erwartet. Die Wirtschaftskrise hat offenbar tatsächlich im Bezirk des Amtsgerichts Freiburg deutlich weniger tiefe Spuren gezeichnet,“ kommentierte dieses Ergebnis Präsident des Amtsgerichts Dr. Kummle.

Durch die Verbraucherinsolvenz können sich überschuldete Verbraucher in einem geordneten Verfahren innerhalb von sechs Jahren eine Restschuldbefreiung verdienen. Den damit möglichen wirtschaftlichen Neustart erreichten im genannten Zeitraum 2010 insgesamt 411 Personen; in 31 Fällen musste hingegen die Restschuldbefreiung versagt werden.

Das Amtsgericht Freiburg ist als Insolvenzgericht für den gesamten Bezirk des Landgerichts Freiburg mit Ausnahme des Bereichs des Amtsgerichts Lörrach zuständig.

Rukopf
Richter am Amtsgericht

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