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Festschrift des Amtsgerichts veröffentlicht

Datum: 21.09.2007

Kurzbeschreibung: 150 Jahre Amtsgericht Freiburg

Festschrift des Amtsgerichts veröffentlicht

Am Mittwoch, 19. September 2007, wurde in einer Feierstunde des Amtsgerichts Freiburg die Festschrift  „150 Jahre Amtsgericht Freiburg - 1857 -2007“ vorgestellt.

Vor 150 Jahren wurde im damaligen Großherzogtum Baden ein für die Eigenständigkeit und Autonomie der Justiz entscheidender Schritt getan. Mit Verordnung des Großherzogs Friedrich I. wurde die Rechtspflege in der unteren Instanz von der Verwaltung der Bezirksämter getrennt und selbständige, unabhängige Amtsgerichte geschaffen. Am 1. September 1857 trat die Verordnung in Kraft und dieses Datum ist auch die Geburtsstunde des Amtsgerichts.

Herr Prof. Dr. Heinz Müller-Dietz hielt einleitend einen historischen Vortrag, in dem er den im Großherzogtum Baden - anders als im Königreich Württemberg - langwierigen Weg zur Erringung der Unabhängigkeit der Badischen Gerichte erläuterte. Ausführlich ging er auf die Umstände ein, die dazu führten, dass trotz des badischen Liberalismus auch die Justiz vom Nazi-Regime vereinnahmt wurde und insbesondere ein Sondergericht in Freiburg ab 01. November 1940 zum Missbrauch der Justiz und der Perversion des Rechts beitrug. Eine Gedenktafel im Erdgeschoß des Amtsgerichts erinnert und mahnt an dieses dunkle Kapitel in der Geschichte.

An der feierlichen Veranstaltung nahmen zahlreiche Vertreter aus Justiz und Anwaltschaft teil. Insbesondere waren drei ehemalige Präsidenten und die einzige Präsidentin in der Geschichte des Amtsgerichts Freiburg, Frau Sigrid Brugger, anwesend.

Präsident Dr. Thomas Kummle stellte im weiteren Verlauf der Veranstaltung die Festschrift und ihre Autoren vor. Er würdigte die zur Geschichte höchst informativen und unterhaltsamen Beiträge. Die Festschrift kann an der Infothek des Amtsgerichts für 8,00 € erworben werden.

Die im Erdgeschoß des Amtsgerichts aus Anlass des 150-jährigen Jubiläums dargebotene Ausstellung kann noch bis Dezember 2007 besucht werden.

Dr. Kummle

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